Berufung

Letzte Woche war ich von Donnerstag bis Samstag beim Katholikentag, wo ich in zwei Gesprächskreisen und drei Werkstätten ca. 120 Menschen begegnete, die sich Gedanken über ihre Berufung machten und heute hatte ich bereits zwei Sitzungen mit Menschen, die ihrer persönlichen Berufung auf der Spur sind. Dabei hat mich heute und in den letzten Tagen wieder einmal sehr beeindruckt, wie intensiv die Menschen auf der Suche sind. Ganz normale Frauen und Männer, die ihr Leben leben und oft den Eindruck haben, dass das doch nicht alles gewesen sein kann. Männer und Frauen, die vom Evangelium angesprochen und berührt sind und es leben wollen, oft aber nicht wissen wie. Menschen, die gar nicht getauft sind, aber, wenn ich sie danach frage, was sie unter dem Begriff "Berufung" verstehen, ein Verständnis an den Tag legen, dass so auch der heilige Johannes Paul II. sagt: Dass es für jeden Menschen einen Idealplan gibt, den es gilt zu entdecken und in sein Leben zu integrieren.

Mich beeindruckt, wie viele Menschen Zeit und z.T. auch Geld investieren, um ihrer eigenen Berufung auf die Spur zu kommen, weil sie davon überzeugt sind, dass sie persönlich gemeint sind. Und mich haben die Menschen beim Katholikentag beeindruckt, die z.T. schon deutlich vor Gesprächsbeginn im Raum waren, weil sie unbedingt teilnehmen wollten. Oder die beiden Paare, die eigentlich im falschen Gesprächskreis waren, dann aber doch froh waren, dass sie am falschen, richtigen Ort gelandet waren. Wie sehr die Menschen darum ringen, glücklich zu werden und wie intensiv sie sich einließen auf das, was wir - Johannes Schäfers und ich - ihnen in der Werkstatt anboten. 

Ich denke, schon allein für diese 120 Menschen hat sich der Katholikentag gelohnt. Denn ich habe den Eindruck, sonst gibt es gar nicht allzu oft die Gelegenheit, der eigenen Berufung auf die Spur zu kommen. Und hier haben diese Menschen begeistert und ernsthaft die Gelegenheit wahrgenommen.

Ich denke, die Frage und Suche nach der eigenen Berufung ist ein Pfund, mit dem die Kirche vielmehr wuchern könnte, denn so viele Menschen, auch außerhalb der Kirche, sind ernsthaft auf der Suche und wollen wissen, was der Sinn ihres Lebens ist und anderen Gutes tun.

Ich denke, dass ich wirklich dankbar und froh bin, dass ich das BerufungscoachingWaVe entdeckt und kennengelernt habe und dass ich es anderen Menschen anbieten kann. Mir gibt es so viel Energie und Freude, wenn ich mit Menschen arbeiten kann, die sich selber immer besser kennen lernen und dann entdecken, wozu sie da sind und dadurch glücklich werden. Dann fühle ich mich am Ende mindestens so beschenkt wie diejenigen, die zu mir kommen, weil sie suchen.

Eine echte Ostererfahrung also, die ich in den letzten Tagen machen durfte. Und ich hoffe, dass noch viele Menschen ähnliche Erfahrungen machen können. Sei es mithilfe des Berufungscoachings oder durch andere Methoden und Begleiter, die ihnen helfen, sie selber zu werden.

Sr. Kerstin-Marie

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