Leuchtfeuer

Spiri-Jurten-Team: Phil, Sr. Kerstin-Marie, Sr. Thekla MMS, Handpuppenschwester Johanna Baptist, Sr. Judith OP. Dank an Volker Stanko für das Bild.
Spiri-Jurten-Team: Phil, Sr. Kerstin-Marie, Sr. Thekla MMS, Handpuppenschwester Johanna Baptist, Sr. Judith OP. Dank an Volker Stanko für das Bild.

„Leuchtfeuer – Löschen unmöglich“

Unter diesem Motto fand vom 27. April bis zum 1. Mai der bundesweite Leiterkongress der dpsg, der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, statt, zu dem über 3000 junge Menschen kamen.

Als ich vor über einem Jahr davon erfuhr, schlug mein Pfadfinderherz höher, so dass wir mit der AG Berufungspastoral der Orden beschlossen, Teil von Leuchtfeuer zu sein und beim Kongress in Westernohe im Westerwald ebenfalls vertreten zu sein. Also liehen wir uns eine Jurte, ein schwarzes Rundzelt, in dem man auch Feuer machen kann, sowie ein Hauszelt zum Übernachten und einen Helfer und machten uns mit drei Schwestern – ein Franziskaner war kurzfristig erkrankt – auf den Weg nach Westernohe. Hier boten wir in der „Spiri(tualitäts)-Jurte“ den ganzen Tag über Brot und Fisch an, denn der Auferstandene isst mit seinen Jüngern Brot und Fisch. Es brannte also den ganzen Tag ein Feuer in unserer Jurte, was sehr angenehm war, und die jungen Erwachsenen konnten zu uns kommen, Stockbrot machen, sich auf gemütlichen Bänken am Feuer niederlassen, Lakritzfische und andere Süßigkeiten essen und über Gott und die Welt sprechen. Und wir staunten nicht schlecht, worüber sie sprachen. Auf die Frage eines Leiters: „Wer hat schonmal Gott gehört?“ kam ein ganz angeregtes und tiefes Gespräch zustande, die Besucher unserer Jurte tauschten sich über ihr Verständnis der Wunder Jesu aus, unterhielten sich über die Situation der Kirche in Deutschland und fragten uns, was Ordensleben bedeutet, warum wir da seien und wieso wir sie eigentlich zum Stockbrot einladen. Und das nur, weil wir ein offenes Zelt, ein Feuer, immer frischen Hefeteig und Zeit hatten. Es war beeindruckend und bewegend für uns.

Bewegend waren aber auch die Morgen- und Nachtimpulse, zu denen, trotz des dichten Programms, bis zu 20 Leiterinnen und Leiter kamen und besonders abends noch lange am Feuer hocken blieben, während gleichzeitig das Leben in den verschiedenen (Zelt)Kneipen und Cafés tobte.

Am Sonntagabend durften wir dann einen wirklich Geist-erfüllten Gottesdienst mit 2500 Leiterinnen und Leitern in der Arena von Westernohe mitfeiern. Das war im Grunde schon ein pfingstliches Ereignis, das deutlich gemacht hat, dass wir alle Leuchtfeuer sein können, weil Gott in uns brennt.  

Als wir am 1. Mai unsere Zelte wieder abbauten, stank zwar alles gut nach Rauch, aber wir wussten: Es war ein wunderbares Wochenende, an dem wir so reich beschenkt wurden. Und so schrieb Sr. Thekla Schönfeld MMS am Ende:

 

"DANKE sagt das Team der "Spiri-Jurte" für ungezählte tolle Begegnungen, inspirierende Gespräche über Gott und die Welt, gemeinsames Stockbrot-Knuspern und Vieles mehr... Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!"

Sr. Kerstin-Marie

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