ZweiSichten - die Buchparty

Auch wenn die Ereignisse sich gerade mal wieder überschlagen, eines sollte hier im Blog jedoch keinesfalls unerwähnt bleiben: Am vergangenen Donnerstag, den 18.10., feierten wir hier auf dem Arenberg eine kleine, aber sehr feine Buch-Party zu unseren "ZweiSichten", welche Ende August im ADEO-Verlag erschienen sind. 

Acht Jahre schon hatten Mirko Kussin und ich die Idee zu diesem Buch schon mit uns herumgeschleppt, bevor letzten Jahr plötzlich alles ganz schnell ging. Statt "wir könnten ja mal..." "vielleicht schaffe ich es, bald mal mit dem Schreiben loszulegen" war plötzlich ein Autorenvertrag unterschrieben - der ADEO-Verlag hatte unser Konzept einfach so gekauft, obwohl wir beide auf dem Markt noch relativ unbeschriebene Blätter waren. Ich gestehe, dass mir diese geschaffenen Tatsachen noch vor einem Jahr gewaltige Bauchschmerzen bereitet hatten, und ich zunächst große Bedenken hatte, ob wir es wirklich schaffen würden, die vielen schon bereits vorher angedachten Themen in eine gute Form zu bringen. Doch statt mich in Zweifeln zu verlieren, packte ich es an, sortierte meine Gedanken und fing an zu schreiben, was das Zeug hielt. Während ich bei all meinen anderen Tätigkeiten inzwischen sehr gut abschätzen kann, wie viel ich an einem Tag gearbeitet bekomme, sieht es beim Schreiben ganz anders aus, was die Ursache für manch mulmige Momente war. Es gab Tage, da setzte ich mich am Morgen an den Computer und hatte am Abend ein fertiges Kapitel vorzuweisen, mit dem ich sehr zufrieden war, es gab aber auch Themen, über die ich mir tagelang den Kopf zerbrach, ohne dass es mir gelang, sie in Worte zu fassen, mit denen ich auch 24 Stunden später noch leben konnte. Überhaupt, die meisten und besten Gedanken kamen mir eben nicht, wenn ich schreibbereit und hochmotiviert vor dem Computer saß, sondern im Garten, im Rosenkranzgebet oder in Situationen, in denen ich eigentlich gerade etwas anderes zu tun hatte. So erntete ich in dieser Zeit nicht selten fragende Blicke, wenn ich scheinbar Selbstgespräche führend durchs Haus ging, weil ich mir gerade einen wichtigen Satz in mein Handy diktierte.

Der ganze Prozess des Schreibens war für mich unberechenbar und daher auch unendlich spannungsreich. Umso mehr war ich froh und dankbar für viele ermutigende Worte und Gebetszusagen aus dem Kreis meiner Mitschwestern, von denen ich auch immer mal wieder hilfreiche Rückmeldungen zu den bereits fertig gestellten Texten bekam. Als ich am 25. Mai wenige Minuten vor der Vesper den letzten Satz des letzten Kapitels geschrieben hatte, klappte ich den Laptop zu und musste erst einmal um Fassung ringen vor lauter Erleichterung, dass nun alles in trockenen Tüchern war. 

Dieser ganze Werdegang unseres Buches war natürlich wieder präsent, als wir in der letzten Woche im rappelvollen Mariensaal die Release-Party feierten und die begeisterten Reaktionen der Gäste und Pressevertreter wahrnehmen durften. Für Mirko und mich bedeutete das Gänsehaut pur, so dass wir uns fast zwicken mussten, ob wir nicht gerade träumen. 

"Jetzt schauen wir mal, wie unser Baby draußen so die Welt erkundet", schrieb Mirko heute scherzhaft in einer Mail, in der er ebenfalls noch einmal seine Dankbarkeit für diesen tollen Abend ausdrückte. Ja, wir sind gespannt, und freuen uns natürlich über Rückmeldungen und weitere SichtWeisen!!

Sr. M. Ursula

KONTAKT: 

Arenberger Dominikanerinnen
Cherubine-Willimann-Weg 1

56077 Koblenz

www.arenberger-dominikanerinnen.de

info@op-schreibt.de