zum Hochfest des Hl. Dominikus

Wenn unser Vater Dominikus predigte, vermochte er so sehr das menschliche Herz zu berühren, dass seine Zuhörer nicht selten weinten und dabei herausfanden aus Verwirrung und Verstrickung. Seine Worte waren durchtränkt von Barmherzigkeit und Güte – die Heiligsprechungsakten bezeugen:

„Er hatte so bewegende Worte, dass er sich und seine Zuhörer zum Weinen brachte… die Verkündigung lag ihm so sehr am Herzen, dass er seine Brüder aufforderte, tagsüber und nachts, in Kirchen und Häusern, auf dem Felde, auf dem Weg und wo immer das Wort GOTTES zu verkünden und nur immer von GOTT zu sprechen.“

Welche Leidenschaft für GOTTES Wort steckt hinter diesem Verlangen, das Dominikus zu den Menschen seiner Zeit drängte. In seiner Nähe verloren die Menschen ihre Ängste, seine Gegenwart verbreitete Licht und Freude, seine Worte trugen Klarheit und weckten die Sehnsucht nach diesem Leben, von dem Dominikus selber lebendiges Zeugnis war.

Diese Form der Predigt ist auch jeder von uns möglich: Finden auch wir Worte und Blicke, die aufbauen und zum Guten einladen, Worte, die uns gegenseitig stärken, Worte, die Hoffnung wecken und Licht bringen, Worte, die, wie es im Buch der Sprichwörter heißt, wie Wabenhonig schmecken, die für Leib und Seele heilsam sind.

 

Von Herzen wünsche ich uns, dass der Geist des hl. Dominikus uns beseelt und das Wort GOTTES uns Herzensfreude bleibt.

Sr. M. Scholastika

Kommentar schreiben

Kommentare: 0