dem Licht entgegen

Quelle Foto: Kathrins Hundeknipserei
Quelle Foto: Kathrins Hundeknipserei

Adventsbrief unserer Generalpriorin Sr. M. Scholastika


Liebe Schwestern,

 

Sie werden mich belächeln: ein Hund zu Beginn des Adventes?

Immer wieder, wenn ich dieses Bild betrachte, berührt es mich: dieser kleine Vierbeiner läuft dem Licht entgehen - auf Hundeart, versteht sich. Mit einer Leichtigkeit, die, finde ich, ansteckend ist und Freude weckt.

Der Advent zieht uns in die Bewegung hinein, dem Licht entgegen zu laufen. Silja Walter sagt: „Was ist, was lebt, wird gezogen … wo ich bin, bin ich als Gezogene!“

Vor Urzeiten haben sich Menschen auf den Weg gemacht, mit einer großen Verheißung im Herzen, Weise ließen sich führen von einem Stern, der sie nach langen, mühsamen Wegen niederfallen lässt vor einem Kind, das später von sich selbst sagen wird:

„Ich bin das Licht der Welt.“  


In IHM gibt es keine Finsternis, keine Dunkelheit, nichts Verworrenes. Dieses Kind ist der Heiland, den die Völker mit Sehnsucht erwartet haben. Und bis heute bleiben wir auf der Suche nach DEM, der unserem Leben seinen tiefsten Sinn gibt, sehnen wir uns nach DEM, der uns wahre Fülle schenkt, im Wissen, dass alles Irdische, so wunderbar es sich auch zeigen mag, vorläufig ist.


Alfred Delp bekannte:

Immer bleibt das Herz voll Sehnsucht und Heimweh:

Glaubt mir, ein irdisches Ding macht dieses Herz nicht ruhig. Einmal muss einer kommen, der uns alle Fenster und Türen aufmacht, der uns ansieht mit heiligen Augen. Der unser Herz anrührt mit heilenden Händen. Einmal muss einer kommen. Ich habe ein Leben lang auf ihn gewartet.

 

Einmal muss einer kommen: dieser Eine ist Christus. ER ist gekommen und bleibt doch der ewig Kommende. In dieser beginnenden Adventszeit öffnen wir uns neu für IHN.

Wir sind aufgeweckt, IHM entgegen zu laufen, und wenn die Füße uns nicht mehr tragen, mit unserem lebendigen Herzen: Wir sind Gerufene, IHM entgegenzugehen aus der Kraft des Glaubens, weil ER es ist, der uns mit heiligen Augen ansieht, weil ER unser Herz anzurühren vermag mit heilenden Händen, weil ER es ist, auf den wir in allem und durch alles Suchen hindurch warten.

Was brauchen wir, wen brauchen wir mehr als IHN, den Heiland der Welt?

Wen brauchen wir mehr als IHN, der unsere Welt herausholt aus dem Schatten des Todes, aus Gewalt, Terror und Verfolgung?

Wen brauchen wir mehr als IHN, der uns Augenblick für Augenblick nahekommt?

Und vergessen wir dabei nie: der uns nahekommt in jedem Gesicht, in jeder Mitschwester, wirklich in jeder.

Der uns nahekommt in den Höhen und Tiefen unseres Lebens, in den Beschwernissen des Alltags, in den Grenzen, die unser Älterwerden setzt, auch auf der letzten Wegstrecke des Sterbens, das volles Leben ist, eine Wegstrecke, die uns auch ängstlich machen kann.

Wir laufen ihm entgegen durch offene Fenster und Türen, in offene Arme.

Das ist ja die Kraft dieses Kindes, das wir erwarten: es bahnt sich einen Weg in unsere Welt, nichts hält es davon ab, bei uns sein zu wollen: wir werden dieses Geheimnis neu an Weihnachten feiern.


Mögen wir dabei mit Bedacht auf die Hl. Nacht zugehen, dass die vorbereitenden Aktivitäten unser Herz nicht zu arg besetzen.

GOTTES Kommen soll das Wichtigste bleiben dürfen.

Ich weiß, es ist leicht gesagt, dennoch wage ich es kühn auszusprechen:

die Bereitung unseres Herzens, unserer inneren Krippe bleibt die vorrangige Aufgabe, und wenn dabei die Krippen im Haus einfacher werden, eine Kugel weniger am Baum hängt, ein Fenster nicht geputzt ist, wenn da und dort auch etwas fehlen darf und ein Brief weniger geschrieben ist.

Das Wichtigste ist unsere Erwartung, unsere Sehnsucht nach diesem Kind, das ganz und gar in unsere große und kleine Welt hineingeboren wird.

 

Christus kommt auf uns zu, und wir dürfen IHN empfangen. Weihnachten ist wie eine Kommunion: Empfangende sind wir, nicht Nehmende. Nicht Ergreifende. Wir sind Beschenkte, von IHM längst Ergriffene, überreich Beschenkte. GOTT wird uns Tag für Tag in die Hände gelegt. Tag für Tag werden unsere Hände, wird uns Herz eine Krippe für IHN: aus IHM leben wir, aus IHM erhält unser Leben seine Ausrichtung und Orientierung.

 

Mehr als vier Wochen sind uns geschenkt, wie die Hirten und die Weisen dem kommenden Christus entgegenzugehen. Mehr als vier Wochen sind uns geschenkt, IHM einen „herzlichen“ Empfang zu bereiten.

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit beginnt:

Mögen wir an uns die Barmherzigkeit GOTTES erfahren dürfen, und mögen wir selber Liebende werden, gütige, warmherzige und mütterliche Frauen nach dem Herzen GOTTES, das ist mein bleibendes Gebet für uns alle,

Sr. M. Scholastika



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Kommentare: 1
  • #1

    edith dommen (Freitag, 19 Februar 2016 02:18)

    Hoi schwester scholastika endlich hab ich zeit Im licht gottes dir zu schreiben.ja Dem licht entgegen zu gehen finde ich EIN sehr gutes motto fürs leben an DAs dachte ich ALS papi und mein mami und mein oma verstorben waren da kamte es Mir Durch den Kopf bei der bei setzung Wo ich Mir innerlich zu Mir sagte jetzt gehen meine sehr lieben eltern zum Jesus ins ewige sehr schöne licht Wo jetzt fest den weg den eltern zeigt damit die Dem licht entgegen gehen und dass sie jetzt in der wohnung von Jesus Christus sein dürfen für immer.das hat mich sehr getröstet in dieser stunde des abschieds.dem licht entgegen zu gehen DAs finde ich sehr gut und sehr wichtig Im leben.an DAs muss man denken in guten und schwären tagen und stunden.ganz lieben dank für diese guten gedanken Wo ich nie werde vergessen.vielen dank schwester scholastik liebe grüsse AUS deiner heimat rickenbach Edith Dommen menzikerstr.17.6221 rickenbach i-mail edith-dommen @ gmx.de 079 893 20 67.melde dich mal oke?Im gebet MIT dir verbunden.edith dommen.