Alles Spanisch, oder was?

Derzeit steht wieder die nächste Ausgabe von kontinente, der Missionszeitschrift, bei der wir Mitherausgeber sind, an. Nach dem Generalkapitel, bei dem ich unsere vier Mitschwestern aus Bolivien kennenlernen und außerdem noch mit ihnen einen Tag in Köln verbringen durfte, war ich letzte Woche natürlich ganz anders motiviert. Von Sr. Maria Martha hatte ich auch schon einen Bericht bekommen. Diese Berichte direkt aus Bolivien sind immer ziemlich interessant und manchmal unglaublich, dass das der Alltag unserer Schwestern ist. Und so machte ich mich an die Übersetzungsarbeit - auch hier noch ganz entspannt, weil ich im Kontakt mit den Mitschwestern ganz gut auf Spanisch zurecht kam. Da sollte der Text eigentlich keine so große Herausforderung darstellen.

Tja, denkste, denn zwischendurch kam mir alles sehr Spanisch vor und ich fühlte mich an meine Graecums-Klausur vor 15 Jahren erinnert. Da nahm ein Satz auch kein Ende und ich fand den Sinn nicht. Da war er natürlich, sowohl im Text über Origenes, als auch im Text über Roxana und ihre fünf Kinder. Wie damals in der Klausur galt auch jetzt, dass ein Aufgeben keine Möglichkeit wäre. Beim einen Mal hing das Graecum und damit der weitere Verlauf des Studiums dran, bei diesem Mal die nächste Ausgabe der kontinente, die pünktlich zum 1. Januar und im neuen Gewand erscheinen soll. 
Geschafft habe ich es sowohl damals als auch heute. Vor 15 Jahren hat mich das irgendwie angespornt, die Griechischsachen nicht in die Ecke zu werfen und auch jetzt denke ich, dass ich wohl einfach noch ein bisschen besser Spanisch lernen muss. Damit ich dann eines Tages die Berichte lesen kann, als wären sie, wenn schon nicht auf Deutsch, dann vielleicht auf Englisch. Und natürlich, damit ich, wenn es eines Tages ein Wiedersehen mit den Mitschwestern aus Bolivien gibt, mich besser verständlich machen und verstehen kann, was sie sagen. Denn es ist ja wunderbar, dass wir miteinander auf dem Weg sind, auch wenn wir durch viele Kilometer getrennt sind. Aber dank Email, WhatsApp, Facebook usw. läßt sich die Entfernung überwinden. Einzige Voraussetzung: Habla Espanol! 

In diesem Sinne will ich mal weiter üben und empfehle gleichzeitig das neue kontinente-Heft ab Januar 2016!

Sr. Kerstin-Marie

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